DRKS00035581

Patient-Empowerment durch Patientenfürsprache und Beschwerdemanagement im Krankenhaus

Organisatorische Daten

DRKS-ID der Studie:
DRKS00035581
Status der Rekrutierung:
Rekrutierung läuft
Registrierungsdatum in DRKS:
12.12.2024
Letzte Aktualisierung in DRKS:
05.12.2025
Art der Registrierung:
Prospektiv

Studienakronym/Studienabkürzung

Patient Power

Internetseite der Studie

https://www.imvr.de/lehrstuhl-fuer-rehabilitationswissenschaft/#patientpower

Allgemeinverständliche Kurzbeschreibung

Krankenhäuser in Deutschland sind gesetzlich dazu verpflichtet, ein patientorientiertes Beschwerdemanagement zu realisieren. Dazu gehört bspw. Patientinnen und Patienten über persönliche und anonyme Beschwerdemöglichkeiten zu informieren, Ansprechpartner:innen zu benennen, die Beschwerden zu analysieren und Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten (Beschwerdemanagement (BM)). Zudem gibt es in den meisten Bundesländern landesrechtliche Vorgaben für Krankenhäuser, eine vom Krankenhausträger unabhängige Einrichtung - die Patientenfürsprache (PF) - vorzuhalten. Patientenfürsprecher:innen vertreten bspw. die Rechte von Patient:innen, nehmen Beschwerden auf und vermitteln lösungsorientiert zwischen Krankenhäusern und Patient:innen. Bisher zeigen die wenigen hierzu vorliegenden empirischen Studien auf, dass in der Umsetzung Verbesserungspotentiale liegen. Das Projektteam von Patient Power möchte in einer umfassenden empirischen Bestandsaufnahme ermitteln, - inwieweit die Patientenfürsprache und das Beschwerdemanagement aktuell tatsächlich Patientinnen und Patienten bei ihren Rechten und Interessen unterstützen (Patient-Empowerment) und - welche zentralen Einflussfaktoren für ein erfolgreiches Patient-Empowerment identifiziert werden können. Auf dieser Basis sollen gezielt Verbesserungsbedarfe und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Die Studie umfasst insgesamt vier unterschiedliche Module. Zunächst werden leitfadengestützte qualitative Interviews mit Beschwerdemanager:innen, Patientenfürsprechenden und Patient:innen durchgeführt, um deren Erfahrungen und Perspektiven hinsichtlich der Strukturen und Prozesse von Beschwerdemanagement und Patientenfürsprache zu analysieren. Anschließend hieran werden Fokusgruppen mit Mitarbeitenden unterschiedlicher Krankenhausgeschäftsführungen und des Qualitätsmanagements durchgeführt. Außerdem wird eine Dokumentenanalyse anonymisierter Falldokumentationen aus dem Beschwerdemanagement und der Patientenfürsprache ausgeführt.

Wissenschaftliche Kurzbeschreibung

Patientenfürsprache (PF) und Beschwerdemanagement (BM) sind Ausdruck eines institutionell verankerten Patientenempowerments in deutschen Krankenhäusern. Während ein Beschwerdemanagement für alle deutschen Krankenhäuser gesetzlich vorgeschrieben ist, gibt es für die Patientenfürsprache lediglich länderspezifische Vorgaben. Bislang ist nicht bekannt, welche Faktoren Einfluss auf den Erfolg der praktischen Tätigkeit der PF und des BM nehmen. Ziele des Projektes sind daher (1) eine umfassende empirische Bestandsaufnahme zu PF und BM, (2) eine empirische Analyse zentraler Einflussfaktoren für ein erfolgreiches Patientempowerment, (3) die Ableitung von Verbesserungsbedarfen und Handlungsempfehlungen. In Umsetzung dieser Ziele untersucht das Projekt mittels eines Mixes-Methods-Designs mit vier Modulen die zentrale Hypothese: Patient-Empowerment durch Patientenfürsprecher:innen und Beschwerdemanager:innen führt zu einer verbesserten Patientenorientierung. Modul 1: Quantitative Befragungen von • N=2000 Patient:innen (Geschichtete Zufallsstichprobe) • N=1000 Patientenfürsprecher:innen (Vollerhebung) • N=1535 Beschwerdemanager:innen (Vollerhebung) • N=1535 Krankenhausgeschäftsführern (Vollerhebung) Modul 2: Qualitative Interviews zur Instrumentenentwicklung mit: • N=20 Patient:innen (Absichtsvolle Stichprobe) • N=10 Patientenfürsprecher:innen (Absichtsvolle Stichprobe) • N=10 Beschwerdemanager:innen (Absichtsvolle Stichprobe) Fokusgruppen zur Instrumentenentwicklung: • N=2 Fokusgruppen mit je N=6-8 Krankenhausgeschäftsführer:innen und Mitarbeitenden aus dem Qualitätsmanagement, BM und PF sowie N=100 anonyme Falldokumentationen (n=50 aus der Patientenfürsprache und n=50 aus dem Beschwerdemanagement) Modul 3: • Recherche nach und Review von (inter-)nationalen Best-Practice Beispielen, vorhandenen Leitfäden/Handlungsempfehlungen und Rechtsgrundlagen Modul 4: Erstellung von Handlungsempfehlungen für die Praxis

Untersuchte Krankheit, Gesundheitsproblem

Freitext:
Die Studie untersucht, ob Patient-Empowerment durch Patientenfürsprache und Beschwerdemanagement zu einer verbesserten Patientenorientierung in Krankenhäusern führt
Gesunde Probanden:
Nein

Interventionsgruppen, Beobachtungsgruppen

Arm 1:
Qualitative Interviews zur Instrumentenentwicklung mit: • N=20 Patient:innen (Absichtsvolle Stichprobe) • N=10 Patientenfürsprecher:innen (Absichtsvolle Stichprobe) • N=10 Beschwerdemanager:innen (Absichtsvolle Stichprobe) Fokusgruppen zur Instrumentenentwicklung: • N=2 Fokusgruppen mit je N=6-8 Krankenhausgeschäftsführer:innen
Arm 2:
Standardisierte Befragung von: • N=4000 Patient:innen (Geschichtete Zufallsstichprobe) • N=1000 Patientenfürsprecher:innen (Vollerhebung) • N=1535 Beschwerdemanager:innen (Vollerhebung) • N=1535 Krankenhausgeschäftsführern (Vollerhebung)
Arm 3:
Sekundärdaten: • N=100 anonyme Falldokumentationen (n=50 aus der Patientenfürsprache & n=50 aus dem Beschwerdemanagement) • Recherche nach und Review von (inter-)nationalen Best-Practice Beispielen und vorhandenen Leitfäden und Handlungsempfehlungen

Endpunkte

Primärer Endpunkt:
Patientenorientierung in Krankenhäusern (Ergebnisqualität)
Sekundärer Endpunkt:
Unterschiede in der Struktur- und Prozessqualität von Patientenfürsprache und Beschwerdemanagement

Studiendesign

Studienzweck:
Gesundheitssystemforschung
Retrospektiv/Prospektiv:
Prospektive Datenerhebung
Studientyp:
Nicht-interventionell
Längsschnitt/Querschnitt:
Querschnittsstudie
Studientyp nicht-interventionell:
Kein Eintrag

Rekrutierung

Status der Rekrutierung:
Rekrutierung läuft
Grund, falls Rekrutierung eingestellt oder zurückgezogen:
Kein Eintrag

Rekrutierungsorte

Rekrutierungsländer:
  • Deutschland
Anzahl Prüfzentren:
Multizentrisch
Rekrutierungsstandort(e):
  • Klinik Vollerhebung deutschlandweit

Rekrutierungszeitraum und Teilnehmerzahl

Geplanter Studienstart:
01.01.2025
Tatsächlicher Studienstart:
03.02.2025
Geplantes Studienende:
31.12.2027
Tatsächliches Studienende:
Kein Eintrag
Geplante Teilnehmeranzahl:
8126
Tatsächliche Teilnehmeranzahl:
Kein Eintrag

Einschlusskriterien

Geschlecht:
Alle
Mindestalter:
18 Jahre
Höchstalter:
kein Höchstalter
Weitere Einschlusskriterien:
Patient:innen: Bei den Patient:innen handelt es sich um Personen, die sich in ambulanter oder stationärer Behandlung in einem Krankenhaus befinden/befanden und in diesem Rahmen die Patientenfürsprache und/oder das Beschwerdemanagement in Anspruch genommen haben. Patientenfürsprecher:innen: Tätigkeit als Patientenfürsprecher:in in einem Allgemeinkrankenhaus ab 100 Betten oder einer psychiatrischen / psychosomatischen Fachklinik Beschwerdemanagemer:innen: Tätigkeit als Beschwerdemanager:in in einem Allgemeinkrankenhaus ab 100 Betten oder einer psychiatrischen / psychosomatischen Fachklinik Krankenhausgeschäftsführer:innen: Geschäftsführer:in eines Allgemeinkrankenhauses ab 100 Betten oder einer psychiatrischen / psychosomatischen Fachklinik Qualitative Interviews mit PF & BM: Es wird eine absichtsvolle Stichprobe angestrebt(je N=10). Folgende Merkmale werden dabei variiert: Krankenhausgröße, Etablierungsstand (lang, kurz), Qualifizierungsgrad (mit und ohne Fortbildung, Praxiserfahrung). Qualitative Interviews mit Patient:innen: Es wird eine absichtsvolle Stichprobe angestrebt (N=20). Folgende Merkmale werden dabei variiert: Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Erkrankung, ggf. Grund der Inanspruchnahme. Fokusgruppen (N=2) mit KGF: Es wird eine absichtsvolle Stichprobe angestrebt(insg. N=12-16). Folgende Merkmale werden dabei variiert: Krankenhausgröße, Etablierungsstand (lang, kurz), gute vs. suboptimale Praxis (nach Hinweisen durch BPiK und BBfG). Standardisierte Befragung von PF, BM, KGF: Es wird eine Vollerhebung aller Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten und, unabhängig von der Krankenhausgröße, aller psychiatrischen und psychosomatischen Fachkliniken angestrebt. Diese Grundgesamtheit umfasst insgesamt N=1.535 Einrichtungen (Statistisches Bundesamt, 2023). Standardisierte Befragung von Patient:innen: Es wird eine geschichtete Zufallsstichprobe abgestrebt. Dabei werden in einer ersten Zufallsstichprobe jeweils 200 Patientenfürsprecher:innen und Beschwerdemanager:innen selektiert. Diese werden dann beginnend ab einem vorgegebenen Stichtag jeweils die nächsten 10 Patient:innen in die Befragung einbeziehen, die Kontakt mit ihnen aufgenommen haben. Daraus resultiert ein Stichprobenumfang von jeweils n=2000 Patient:innen (entspricht N=4000). Falldokumentation: Die jeweils letzten n=5 Falldokumentationen der interviewten N=10 Patientenfürsprecher:innen und N=10 Beschwerdemanager:innen (N=100 Falldokumentationen)

Ausschlusskriterien

Lebensalter unter 18 Jahren Fehlende Einwilligungserklärung

Adressen

Initiierung der Studie durch (Primärer Sponsor)

Adresse:
Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
PD Dr. Ute Karbach
Eupener Str. 129
50933 Köln
Deutschland
Telefon:
+49221 47897101
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
https://www.imvr.de/lehrstuhl-fuer-rehabilitationswissenschaft/ute-karbach/
Wissenschaftsinitiierte Studie (IST/IIT):
Ja

Kontakt für wissenschaftliche Anfragen

Adresse:
Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
PD Dr. Ute Karbach
Eupener Str. 129
50933 Köln
Deutschland
Telefon:
+49221 47897101
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
https://www.imvr.de/lehrstuhl-fuer-rehabilitationswissenschaft/ute-karbach/

Kontakt für allgemeine Anfragen

Adresse:
Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
M.A. Saskia Gollasch
Eupener Str. 129
50933 Köln
Deutschland
Telefon:
+49 221 478 97143
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag

Wissenschaftliche Leitung (PI)

Adresse:
Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
PD Dr. Ute Karbach
Eupener Str. 129
50933 Köln
Deutschland
Telefon:
+49221 47897101
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
https://www.imvr.de/lehrstuhl-fuer-rehabilitationswissenschaft/ute-karbach/

Finanzierungsquellen

Staatliche oder öffentliche Förderinstitution, aus Steuermitteln getragen (z.B. DFG, BMFTR)

Adresse:
Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA)
Gutenbergstraße 13
10587 Berlin
Deutschland
Telefon:
Kein Eintrag
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
https://www.g-ba.de/

Ethikkommission

Adresse der Ethikkommission

Adresse:
Ethikkommission der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln
Gronewaldstr. 2
50931 Köln
Deutschland
Telefon:
+49 221 470 4736
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
https://www.hf.uni-koeln.de/39875

Votum der federführenden Ethikkommission

Votum der federführenden Ethikkommission
Antragsdatum bei der Ethikkommission:
01.10.2024
Bearbeitungsnummer der Ethikkommission:
UKHF0267
Votum der Ethikkommission:
Zustimmende Bewertung
Datum des Votums:
19.11.2024

Weitere Identifikationsnummern

Andere WHO-Primär-Register/Datenprovider-ID:
Kein Eintrag
EudraCT-Nr.:
Kein Eintrag
Sonstige sekundäre IDs:
01VSF24035 - Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA)
UTN (Universal Trial Number):
Kein Eintrag
EUDAMED-Nr.:
Kein Eintrag

IPD - Individual Participant Data / Teilnehmerbezogene Daten

Planen Sie, die teilnehmerbezogenen Daten (IPD) anderen Forschern anonymisiert zur Verfügung zu stellen?:
Nein
IPD Sharing Plan:
Kein Eintrag

Studienprotokoll und weitere Studiendokumente

Studienprotokolle:
Kein Eintrag
Abstract zur Studie:
Kein Eintrag
Weitere Studiendokumente:
Kein Eintrag
Hintergrundliteratur:
Kein Eintrag
Verwandte DRKS-Studien:
Kein Eintrag

Veröffentlichung der Studienergebnisse

Geplante Publikation:
Kein Eintrag
Publikationen/Studienergebnisse:
Kein Eintrag
Datum der ersten Publikation von Ergebnissen in einer Zeitschrift:
Kein Eintrag
DRKS-Eintrag erstmalig mit Ergebnissen publiziert:
Kein Eintrag

Grundlegende Ergebnisse

Basic Reporting/Ergebnistabellen:
Kein Eintrag
Kurzzusammenfassung der Ergebnisse:
Kein Eintrag