DRKS00032357

Abschätzung des Versorgungserfolges bei Cochleaimplantatversorgung anhand präoperativ erhobener audiometrischer Daten

Organisatorische Daten

DRKS-ID der Studie:
DRKS00032357
Status der Rekrutierung:
Rekrutierung abgeschlossen, Studie abgeschlossen
Registrierungsdatum in DRKS:
27.07.2023
Letzte Aktualisierung in DRKS:
04.02.2025
Art der Registrierung:
Retrospektiv

Studienakronym/Studienabkürzung

PräDiCo

Internetseite der Studie

Kein Eintrag

Allgemeinverständliche Kurzbeschreibung

Patienten, welche eine hochgradige Schwerhörigkeit haben, können heutzutage mit akustischen Hörhilfen (Hörgeräte, Mittelohrimplantate, Knochenleitungsimplantate) oder mit einem Cochleaimplantat versorgt werden. Cochleaimplantate werden bereits seit ca. 40 Jahren erfolgreich eingesetzt. Trotz dieser langen Zeit gibt es nach wie vor Forschungsbedarf. Die Hörleistung des Menschen nimmt im Laufe des Lebens immer weiter ab. Bei einigen Patienten geschieht dies schneller, bei anderen langsamer. Die Gründe für einen Hörverlust können vielfältig sein. Am Ende steht für Sie als Patient die Frage welche Hörhilfe für Sie die richtige ist. Um diese Frage beantworten zu können führen wir unterschiedliche Untersuchungen durch. In den meisten Fällen steht man vor der Entscheidung ob ein Hörgerät noch ausreichend ist um eine Kommunikationsfähigkeit sicherzustellen, oder ob bereits die Indikation für ein Cochleaimplantat besteht. Wir möchten mit Hilfe unterschiedlicher diagnostischer Methoden die Frage klären wie gut Sie als Patient mit einem Cochleaimplantat hören werden, und dies bevor die Operation erfolgt ist.

Wissenschaftliche Kurzbeschreibung

Die CI-Indikationen in Deutschland haben sich im letzten Jahrzehnt dramatisch verändert. Heutzutage sind CI-Kandidaten Patienten mit erheblicher (bis zu 60 % einsilbiger) Sprachwahrnehmung. Es wurden jedoch auch immer wieder von einigen wenigen Fällen für diese Population mit unzureichender Sprachwahrnehmung berichtet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dieser Population mit präoperativer Sprachwahrnehmung eine zuverlässige Ergebnisvorhersage sehr wünschenswert wäre. Wir gehen davon aus, dass eine verbesserte Ergebnisvorhersage die Beratung von CI-Kandidaten verbessern wird. Folglich wird eine verbesserte Ergebnisvorhersage einen großen Einfluss auf die Anzahl der Cochlea-Implantationen haben. Kürzlich haben Hoppe et. al. den Wert einfacher präoperativer Messungen für die Vorhersage des CI-Ergebnisses gezeigt. In diesem Projekt ergänzen wir den Ansatz von Hoppe et. al. durch zusätzliche subjektive und objektive Messungen. Diese Messungen waren Teil der standardmäßigen audiologischen Routineuntersuchung. Einige dieser Maße wurden früher zur Erkennung möglicher zusätzlicher retrocochleärer Beeinträchtigungen eingesetzt. Diese Maßnahmen waren jedoch durch die Fortschritte der bildgebenden Verfahren (z. B. MR-Bildgebung) überholt. Wir sind der Meinung, dass die Anwendung dieser Maße potentiell zur Diagnostik von CI-Kandidaten beitragen kann. Ziel der MR-Bildgebung ist der Nachweis von Tumoren (z.B. Vestibularisschwannom) und des Vorhandenseins eines Hörnervs. In unserer CI-Kandidatenpopulation mit Hörschwellen zwischen 60 dB und 80 dB 4FPTA ist der Hörnerv offensichtlich vorhanden. Wenn ein Tumor mittels MRT ausgeschlossen werden kann, sind keine zusätzlichen Informationen über die neurale Gesundheit zugänglich. Diese Lücke kann durch die altbewährten überschwelligen Methoden geschlossen werden. - Reinton-Audiometrie - Sprachaudiometrie - Otoakustische Emissionen - Stapediusreflexe - Lautheitsskalierung - AEP (Stimulusrate < 30 pps) - Elektrocochleographie - SISI (wenn möglich) - Carhart-Test Die kohärente Betrachtung der oben aufgeführten Tests hat das Potenzial, verschiedene Ausprägungen einer auditorischen neuronalen Störung präoperativ oder sogar als hervorragende Voraussetzung für eine Cochlea-Implantation zu erkennen. Unser primäres Ziel ist es, die Vorhersage von Hoppe et. al. durch zusätzliche Faktoren aus der oben genannten audiologischen Testbatterie zu ergänzen. Das sekundäre Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Leistungsabbrüchen. Diese frühzeitige Identifizierung würde zu einer effektiveren Zuweisung von klinischen Ressourcen führen. Bei dieser Studie handelt es sich um einen Pilotstudie für die untersuchten Pathologien, da erwartet wird, dass eine geringe Anzahl von Patienten die vorhergesagte Sprachwahrnehmung nicht erreichen wird. Ein Patient wird als Drop-out (inakzeptables und unerwartetes Leistungsniveau) eingestuft, wenn er mehr als die Test-Retest-Reliabilität des Freiburger Einsilbentests wiederholt unter dem vorhergesagten Ergebnis liegt. In dieser leistungsschwächeren Patientengruppe erwarten wir eine höhere Inzidenz von pathologischen Befunden präoperativ. Folglich wird die Beratung der Patienten durch diese zusätzlichen diagnostischen Informationen verbessert werden. Ergänzt wird die Studie durch eine parallele Untersuchung in einer Gruppe von Hörgeräteträgern mit einer Sprachwahrnehmung, die besser ist als die derzeitigen CI-Indikationskriterien. Diese Gruppe kann als Kontrollgruppe für unsere CI-Kandidatengruppe verwendet werden. Sie könnte mehr Einblicke in die Pathologien geben, die zu einem begrenzten Nutzen von Hörgeräten bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Hörverlust führen.

Untersuchte Krankheit, Gesundheitsproblem

ICD-10-GM:
H83 - Sonstige Krankheiten des Innenohres
Gesunde Probanden:
Nein

Interventionsgruppen, Beobachtungsgruppen

Arm 1:
Patienten mit Indikation für ein Cochlea Implantat (WHO3) präoperative Messungen: - Reinton-Audiometrie - Sprachaudiometrie - Otoakustische Emissionen - Stapediusreflexe - Lautheitsskalierung - AEP (Stimulusrate < 30 pps) - Elektrocochleographie - SISI (wenn möglich) - Carhart-Test (20 dB SL) Intraoperativ (Gruppe 1-CI): - AEP - Subjektive Beurteilung des Mittelohrzustandes durch den Chirurgen - Impedanz, TIM, eCAP, Stapediusreflex, eAEP postoperative Messungen: - Carhart-Test (20 dB SL) - Lautheitsskalierung
Arm 2:
Patienten mir Hörgeräteversorgung (WHO3) Geplante Messungen: - Reinton-Audiometrie - Sprachaudiometrie - Otoakustische Emissionen - Stapediusreflexe - Lautheitsskalierung - SISI (wenn möglich) - Carhart-Test (20 dB SL)

Endpunkte

Primärer Endpunkt:
Identifizierung der optimalen präoperativen Testbatterie zur Vorhersage des postoperativen Sprachverstehens. Erweiterung des Hoppe-Modells.
Sekundärer Endpunkt:
Identifizierung von Frühindikatoren für schlechtes Sprachverstehen. Wie viele Patienten erreichen den Hoppe-Score nicht?

Studiendesign

Studienzweck:
Diagnose
Retrospektiv/Prospektiv:
Prospektive Datenerhebung
Studientyp:
Nicht-interventionell
Längsschnitt/Querschnitt:
Längsschnittstudie
Studientyp nicht-interventionell:
Registerstudie

Rekrutierung

Status der Rekrutierung:
Rekrutierung abgeschlossen, Studie abgeschlossen
Grund, falls Rekrutierung eingestellt oder zurückgezogen:
Kein Eintrag

Rekrutierungsorte

Rekrutierungsländer:
  • Deutschland
Anzahl Prüfzentren:
Monozentrisch
Rekrutierungsstandort(e):
  • Klinik Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie "Otto Körner" Rostock

Rekrutierungszeitraum und Teilnehmerzahl

Geplanter Studienstart:
Kein Eintrag
Tatsächlicher Studienstart:
01.08.2022
Geplantes Studienende:
31.12.2024
Tatsächliches Studienende:
31.12.2024
Geplante Teilnehmeranzahl:
100
Tatsächliche Teilnehmeranzahl:
100

Einschlusskriterien

Geschlecht:
Alle
Mindestalter:
18 Jahre
Höchstalter:
75 Jahre
Weitere Einschlusskriterien:
postlingual ertaubt, deutsch als Muttersprache, 4 FPTA < 80 dB HL

Ausschlusskriterien

mEV = 0%, 4 FPTA (kontralateral) < 25 dB HL, kombinierte Schwerhörigkeit

Adressen

Initiierung der Studie durch (Primärer Sponsor)

Adresse:
Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG
Dr. rer. nat. Horst Hessel
Karl-Wiechert-Allee 76 A
30625 Hannover
Deutschland
Telefon:
Kein Eintrag
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag
Wissenschaftsinitiierte Studie (IST/IIT):
Nein

Kontakt für wissenschaftliche Anfragen

Adresse:
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie "Otto Körner"
Dr. rer. nat. Florian Schmidt
Doberaner Straße 137-139
18057 Rostock
Deutschland
Telefon:
03814948374
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag

Kontakt für allgemeine Anfragen

Adresse:
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie "Otto Körner"
Dr. rer. nat. Florian Schmidt
Doberaner Straße 137-139
18057 Rostock
Deutschland
Telefon:
03814948374
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag

Wissenschaftliche Leitung (PI)

Adresse:
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie "Otto Körner"
Prof. Robert Mlynski
Doberaner Straße 137-139
18057 Rostock
Deutschland
Telefon:
03814948300
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag

Finanzierungsquellen

Kommerziell (Pharma, med.-techn. Industrie u. a.)

Adresse:
Cochlear Research and Development Limited
Dashwood Lang Road 6
KT15 2HJ Addlestone
Vereinigtes Königreich
Telefon:
Kein Eintrag
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag

Ethikkommission

Adresse der Ethikkommission

Adresse:
Ethikkommission an der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock
St.-Georg-Str. 108
18055 Rostock
Deutschland
Telefon:
+49-381-4949904
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
http://ethik.med.uni-rostock.de

Votum der federführenden Ethikkommission

Votum der federführenden Ethikkommission
Antragsdatum bei der Ethikkommission:
30.09.2021
Bearbeitungsnummer der Ethikkommission:
A 2021-0223
Votum der Ethikkommission:
Zustimmende Bewertung
Datum des Votums:
18.10.2021

Weitere Identifikationsnummern

Andere WHO-Primär-Register/Datenprovider-ID:
Kein Eintrag
EudraCT-Nr.:
Kein Eintrag
UTN (Universal Trial Number):
Kein Eintrag
EUDAMED-Nr.:
Kein Eintrag

IPD - Individual Participant Data / Teilnehmerbezogene Daten

Planen Sie, die teilnehmerbezogenen Daten (IPD) anderen Forschern anonymisiert zur Verfügung zu stellen?:
Nein
IPD Sharing Plan:
Kein Eintrag

Studienprotokoll und weitere Studiendokumente

Studienprotokolle:
Kein Eintrag
Abstract zur Studie:
Kein Eintrag
Weitere Studiendokumente:
Kein Eintrag
Hintergrundliteratur:
Kein Eintrag
Verwandte DRKS-Studien:
Kein Eintrag

Veröffentlichung der Studienergebnisse

Geplante Publikation:
Kein Eintrag
Publikationen/Studienergebnisse:
Schmidt FH, Hocke T, Zhang L, Großmann W, Mlynski R. Tone Decay Reconsidered: Preliminary Results of a Prospective Study in Hearing-Aid Users with Moderate to Severe Hearing Loss. J Clin Med. 2024 Jan 16;13(2):500. doi: 10.3390/jcm13020500. PMID: 38256634; PMCID: PMC10816404.
Datum der ersten Publikation von Ergebnissen in einer Zeitschrift:
16.01.2024
DRKS-Eintrag erstmalig mit Ergebnissen publiziert:
Kein Eintrag

Grundlegende Ergebnisse

Basic Reporting/Ergebnistabellen:
Kein Eintrag
Kurzzusammenfassung der Ergebnisse:
Kein Eintrag